Grundsätzlich unterstützen wir als Elternbeirat soziales und politisches Engagement der Schüler. Insbesondere unsere demokratischen und im Grundgesetz festgelegten Rechte auf freie Meinungsäußerung (Art. 5 GG) und das Demonstrationsrecht (Art. 8 GG) sind hohe Güter, deren Anwendung wir voll unterstützen und wodurch unsere Kinder ihre Position in der Demokratie erlernen und erleben können.

Demonstrieren schärft bei den Schülern das Verständnis, wie wichtig (angemeldete) Demonstrationen in einer Demokratie sind, um die Regierenden auf aktuelle das Volk bewegende Probleme aufmerksam zu machen. Demokratie und gesellschaftliches Engagement gibt es nicht zum Nulltarif. Die Schüler müssen das auch lernen. Wer also trotz Verbot sich während oder in der Schule betätigt, muss die Konsequenzen tragen - diese sind aus unserer Sicht innerhalb eines angemessenen Rahmens. Deswegen können wir uns nicht dagegen aussprechen, wenn unerlaubtes Fehlen in der Schule mit z. B. einem Verweis geahndet wird.

Wir als Elternbeirat des TMG sprechen uns jedoch eindeutig gegen ein jetzt noch fortgesetztes Demonstrieren bei "Fridays for Future" aus, weil hierdurch zu viel Schulstoff verpasst wird und damit der Schulerfolg & die Noten absinken. Die Schulpflicht gilt uneingeschränkt und ist auch sinnvoll - im Übrigen ist diese auch implizit im Grundgesetz (Art. 7 GG) enthalten.

So ehrenwert die Beweggründe der "Fridays for future"-Bewegung auch sein mögen, dürfen sie nicht dazu führen, dass das Schulleben gestört, Unterricht nicht gehalten und die Schüler im regulären Unterricht durch Fehlen von Mitschülern am Stoff-Fortschritt gehindert werden. Die Schule lässt ausreichend Zeit, sich außerhalb der Schulzeit gesellschaftlich zu engagieren. Der Elternbeirat sieht deswegen keine Notwendigkeit während der Schulzeit zu demonstrieren.

Wir meinen, dass unsere Direktorin Frau Ebner im Rahmen Ihrer Richtlinienkompetenz für das TMG aus unserer Sicht sehr verantwortungsvoll mit dem Problem der "Fridays for future"-Demonstrationen umgegangen ist. Vor allem hat sie die Schüler in Ihren Umwelt-Anliegen durch schuleigene Aktionen in Zusammenarbeit mit der TMG Umwelt AG und der Schüler-Selbst-Verwaltung unterstützt.

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